#Leuchtturmprojekt 13: Emission Free Flying | MTU’s Technology Roadmap

WET-Engine-Konzept der MTU

Emission Free Flying | MTU’s Technology Roadmap

Zivile Flugzeuge und Antriebe müssen noch sparsamer, sauberer und leiser werden. Emissionsfreiheit lautet das große Ziel der Luftfahrt. Leitstern ist das Ziel des Pariser Klimaabkommens, die Temperaturerhöhung im Jahr 2050 auf 1,5 °C zu beschränken. Die MTU Aero Engines stellt sich dieser Verantwortung und hatte noch nie zuvor so zukunftsweisende Antworten wie heute: Deutschlands führender Triebwerkshersteller arbeitet im Rahmen seiner Technologie Roadmap parallel an evolutionären Triebwerkskonzepten für morgen und revolutionären Ideen für übermorgen.

Die MTU-Entwicklungsarbeit hat zwei Stoßrichtungen: die evolutionäre Weiterentwicklung der Gasturbine basierend auf dem Getriebefan kombiniert mit revolutionären Antriebskonzepten – etwa dem WET-Engine-Konzept – sowie eine möglichst vollständige Elektrifizierung des Antriebsstrangs, um im Flug maximal emissionsfrei zu sein. Hier hat für die MTU von allen betrachteten Konzepten die Wandlung von Wasserstoff in Strom mit Hilfe einer Brennstoffzelle das größte Potenzial. Beim WET-Engine-Konzept wird ein Dampfkraftprozess in den Gasturbinenprozess integriert. WET steht für Water-Enhanced Turbofan.

Einen hohen Stellenwert räumt die MTU nachhaltigen, alternativen Kraftstoffen (Sustainable Aviation Fuels = SAF) ein, denn: Nur mit dem Einsatz nachhaltiger, regenerativer Kraftstoffe können die anspruchsvollen Klimaschutzziele für 2050 erreicht werden. Die Zukunft dürfte Power-to-Liquid- (PtL) und Sun-to-Liquid-Kraftstoffen (StL) gehören, die grünen Strom beziehungsweise Sonnenenergie zur Produktion der Kraftstoffe nutzen. Auf längere Sicht bietet sich Wasserstoff als Kraftstoff an. Im Vergleich zu PtL-Kraftstoffen lässt sich Wasserstoff effizienter und kostengünstiger produzieren, erfordert jedoch eine neue Infrastruktur sowie neue Flugzeugdesigns.