#Leuchtturmprojekt 15: Die neue Amprion-Hauptschaltleitung – das Betriebssystem für die Energiewende

In seiner neuen Hauptschaltleitung (HSL) in Brauweiler bei Köln setzt der Übertragungsnetzbetreiber Amprion auf innovative Technologien, um die Ziele Klimaneutralität und Systemsicherheit in Einklang zu bringen. Die Amprion-HSL wird damit zu einem zentralen technischen Baustein für das Erreichen der deutschen Klimaziele. 

Amprion bereitet sich auch in der Systemführung auf die neue Energiewelt vor und hat bisher rund 100 Millionen Euro in seine neue HSL für Deutschland investiert. „Wir liefern mit der neuen HSL in Brauweiler das Betriebssystem für die Energiewende. Sie ist ein zentraler technischer Baustein für ein sicheres, klimaneutrales Energiesystem“, sagte Amprion-CEO Dr. Hans-Jürgen Brick. 

Die Amprion HSL ist die größte Netzleitwarte Europas und modular aufgebaut. Innovative Technologien und Betriebsmittel lassen sich so schrittweise in das eng vermaschte Amprion-Netz integrieren. „Mit unserer neuen HSL können wir Sektoren wie Strom und Gas verbinden. Sie versetzt uns in die Lage, Power-to-Gas-Anlagen klimaneutral und systemdienlich zu integrieren und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Aufbau eines Wasserstoffsystems“, sagte Brick und betonte: „Wir sind also vorbereitet, nicht nur das Strom-, sondern das Energiesystem zu koordinieren.“ 

Innovationen für den Klimaschutz und ein stabiles Netz 

Je mehr Strom aus Wind und Sonne wetterabhängig erzeugt wird, desto komplexer werden die Abläufe im Übertragungsnetz. Deshalb setzt Amprion in seiner neuen HSL künstliche Intelligenz ein, um die Erneuerbaren sicher und verlässlich in das System zu integrieren. Selbstlernende Algorithmen werten dafür die Erzeugungsprognosen verschiedener Quellen aus und entwickeln so für Wind- und Solarenergie eine Vorhersage, die nur 1,5 bis drei Prozent von der realen Erzeugung abweicht. 

Modernste Visualisierungssoftware wie die sogenannte „Heatmap“ kombiniert Lastflüsse im Stromnetz mit regionalen Leistungsbilanzen. So lässt sich auf den ersten Blick erkennen, ob in einer Region mehr oder weniger Strom erzeugt als verbraucht wird. 

„Das Energiesystem wird komplexer und damit auch die Aufgaben der Systemführung“, sagte Amprion-CTO Dr. Hendrik Neumann. „Durch technische Innovation ermöglicht die Amprion-HSL unseren Schaltingenieuren in Sekundenschnelle die Situationserfassung und Bewertung des globalen Systemzustandes. Dies gewinnt umso mehr an