#Leuchtturmprojekt 17: REMONDIS – Phosphorrückgewinnung mit patentiertem TetraPhos®-Verfahren

Wegweisende Phosphorrückgewinnung mit patentiertem TetraPhos®-Verfahren

Phosphor kommt als Phosphat in Klärschlamm vor, also einem Rückstand der Abwasserreinigung. Um alle vorhandenen Ressourcen auszuschöpfen, wurde der Klärschlamm bisher als Düngemittel auf Agrarflächen genutzt. Neue Qualitätsstandards zum Schutz unserer Umwelt verhindern dies, denn Klärschlamm enthält neben dem wertvollen Phosphat auch schädliche Schwermetalle und organische Schadstoffe, die beim Düngen ebenfalls in den Boden gelangen. Gesucht wird also eine Lösung, den Phosphor aus dem Klärschlamm möglichst ohne belastende Nebenstoffe zu separieren. REMONDIS hat die Lösung gefunden – mit dem patentierten REMONDIS TetraPhos®-Verfahren. Dabei wird durch die thermische Verwertung des Klärschlamms Asche gewonnen. Diese wiederum wird mit Phosphorsäure vermischt, die sich im Zuge dessen mit dem in der Asche enthaltenen Phosphat anreichert. Die zurückgewonnene Phosphorsäure ist frei von Schwermetallen und von höherer Güte als der Rohstoff aus natürlichen Quellen. Sie kann ohne Einschränkungen von der Industrie genutzt werden. Unter anderem für Dünger und Korrosionsschutzmittel.

Nach Abschluss der erfolgreichen Pilotphase wurde 2020 in Hamburg die weltweit erste großtechnische Anlage zum Phosphorrecycling fertiggestellt. Jährlich können dort aus 20.000 Tonnen Klärschlammasche 7.000 Tonnen hochreine Phosphorsäure produziert werden. Und das ist erst der Anfang, denn das Potenzial im Bereich des Phosphorrecyclings ist enorm. Auch und vor allem unter dem Aspekt des Klimaschutzes. Würde man den gesamten jährlich in Deutschland anfallenden Klärschlamm dem TetraPhos®-Verfahren zuführen, entspräche das der CO2-kompensierenden Wirkung von 27 Millionen Bäumen. Der Grund: Die im Zuge des TetraPhos®-Verfahrens gewonnene Phosphorsäure namens REPACID® hat eine um 60 Prozent bessere Ökobilanz als solche, die als Primärrohstoff importiert werden muss

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