#Leuchtturmprojekt 5: OffShore-Windkraft der Iberdrola Renovables Deutschland GmbH

Beitrag zur Versorgungssicherheit durch Windenergieanlagen auf See

  1. Offshore Windenergie ist nahezu grundlastfähig, weil der Wind auf See stark und zuverlässig weht,. Von etwa 8800 Jahresstunden liefert sie rund 7000 h Betriebsstunden, wovon wiederum im Durchschnitt 4000 Volllaststunden erreicht werden. Zusätzlich produzieren Windenergieanlagen auf See je installiertem MW etwa doppelt so viel Strom wie an Land. Offshore-Wind ist damit das Fundament der Versorgungssicherheit in einem zukünftigen erneuerbaren Energiesystem und elementar für die Stabilität des Stromnetzes.
  2. Offshore-Wind senkt die Kosten der Energiewende. Der technische Fortschritt hat den grünen Strom aus der Windenergie auf See deutlich günstiger gemacht. Ein weiterentwickeltes Marktdesign könnte die Kosten noch weiter senken: Sogenannte Differenzverträge (Contracts for Difference) schaffen Investitionssicherheit und verteilen die Risiken. Dadurch können die Stromgestehungskosten um bis zu 30% weiter gesenkt werden. Davon profitiert auch der Endverbraucher.
  3. Die Offshore Windindustrie schafft Arbeitsplätze. Die von Beginn an mittelständisch geprägte Wertschöpfungskette beschäftigt in Deutschland mittlerweile ca. 24.000 Menschen. Durch jedes moderne Offshore Windrad das gebaut wird, entstehen ca. 10 weitere Arbeitsplätze. Die Branche hat sich stark für einen wachsenden internationalen Ausbildungsbereich eingesetzt und weist ein überdurchschnittlich hohes Qualifikationsniveau auf.
  4. Windkraft auf See und Windenergie an Land ergänzen sich optimal. Eine ausgewogene Kombination unterschiedlicher erneuerbarer Energien macht das Energiesystem stabiler und minimiert Ausfallrisiken. So benötigen wir weniger Speicherkapazitäten und weniger Reservekraftwerke müssen bereitstehen.
  5. Das Know-how und die Wertschöpfung der Offshore Windindustrie bieten ein großes Potenzial für den Export. Nicht nur in Europa, sondern auch in Asien und Nordamerika wächst der Markt für Offshore Wind rasant. Die Internationale Energieagentur schätzt, dass sich die Kapazität von Offshore Windparks in den nächsten 20 Jahren um den Faktor 15 vervielfachen wird.
  6. Offshore Windenergie ist ein zentrales Instrument im Kampf gegen den Klimawandel. Während die Verbrennung fossiler Energieträger nach Angabe des Weltklimarates für 90% der CO2-Emissionen verantwortlich sind, ermöglicht Windkraft auf See eine zuverlässige und CO2-freie Energieversorgung. Zudem macht der Ausbau Deutschland und Europa unabhängig von Öl- und Gasimporten.
  7. Die Meeresumwelt profitiert von Offshore-Windenergieanlagen. Die Fischereiverbote in Offshore Windparks haben einen positiven Effekt auf die Fischbestände. Die Lebensräume und Bestände von sensiblen Fisch-, Wal- und Seevogelarten bleiben durch umfangreiche Schutzmaßnahmen und strenge Kriterien bei der Standortauswahl stabil. Durch technologische Innovationen, beispielsweise im Bereich Bodenuntersuchung und der Lärmreduktion, werden die Schutzmaßnahmen ständig weiterentwickelt. Die Fundamente von Offshore-Windanlagen wirken einer Untersuchung des Thünen-Instituts zufolge zudem als künstliche Riffe. Dies führt dazu, dass sich neue Tierarten in Nord- und Ostsee ansiedeln.
  8. Der Ausbau der Windkraft auf See kann den lokalen Tourismus fördern. Das haben Forscher der Universität von Rhode Island rund um den Bau des ersten Windparks vor der Ostküste der USA ermittelt.
  9. Durch den Einsatz von grünem Wasserstoff können energieintensive Industrien wie die chemische Industrie sowie die Zement- oder Stahlindustrie zukünftig CO2-neutral produzieren. Windenergie auf See bietet beste Voraussetzungen für den umweltfreundlichen Grünen Wasserstoff: Sie ermöglicht mittels Elektrolyse die Produktion des klimaneutralen Energieträgers im industriellen Maßstab. Die Wasserstoffproduktion aus Windkraft wird auch für die Sektorkopplung eine elementare Rolle spielen. Ein Beispiel ist die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen aus grünem Wasserstoff für den Flugverkehr.
  10. Offshore-Windparks haben keine Anwohner. Durch die meist weit von der Küste entfernten Standorte genießen Offshore-Windparks in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz. 

Ansprechpartnerin beim Mitgliedsunternehmen: Iris Stempfle, Country Direktorin Deutschland, istempfle@iberdrola.de 

Die Iberdrola Renovables Deutschland GmbH setzt mit Baltic Eagle, nach dem 2018 eröffneten Offshore-Windpark Wikinger, nun ihr zweites großes Offshore-Windenergieprojekt in Deutschland um. Das Unternehmen gehört zur Iberdrola Group, einem der größten Energieversorger der Welt und die Nummer eins bei der Erzeugung von Windenergie. Bis 2026 sind in Deutschland weitere Investititionen und ein Ausbau der Gesamtleistung auf 1.1 GW geplant. 

Ansprechpartner beim Wirtschaftsrat: Dr. Michael Garmer, m.garmer@wirtschaftsrat.de