#Leuchtturmprojekt 8: HydrOxy Hub Walsum

Wasserstoff-Leuchtturmprojekt in Duisburg für die Dekarbonisierung der Stahlindustrie

Gemeinsam mit den Projektpartnern thyssenkrupp Steel und thyssenkrupp Uhde Chlorine Engineers arbeitet STEAG an einer Machbarkeitsstudie zum Bau einer Wasserelektrolyse mit einer Kapazität von bis zu 500 Megawatt (MW) für die Belieferung des nahegelegenen Stahlwerks von thyssenkrupp Steel mit grünem Wasserstoff und Sauerstoff. Bei einer Investitionsentscheidung im Frühjahr 2023 ist eine kommerzielle Inbetriebnahme der Anlage Anfang 2025 denkbar.

thyssenkrupp Steel schafft durch seine Klimastrategie in den kommenden Jahren einen kontinuierlich steigenden und verlässlichen Bedarf an grünem Wasserstoff. Dieser soll zunächst in den bestehenden Hochöfen einen Teil des eingesetzten Kohlenstoffs ersetzen und später in neuen Direktreduktionsanlagen zum Einsatz kommen. Mit einer Leistung von bis zu 500 MW könnte die geplante Elektrolyse auf dem STEAG-Gelände in Duisburg-Walsum bereits genug für die erste Direktreduktionsanlage des Stahlherstellers liefern und würde damit einen wichtigen Beitrag zur kurz- und mittelfristigen Versorgung des Stahlwerks leisten.

Das Projekt umfasst den Bau zweier neuer Pipelines für den Transport von Wasser- und Sauerstoff von Walsum zum weniger als drei Kilometer entfernt gelegenen Stahlwerk im Duisburger Stadtteil Bruckhausen. Die unmittelbare Nähe der Standorte zueinander ermöglicht eine schnelle Anbindung an das Stahlwerk. Ein Anschluss an das Hochspannungsnetz sichert die Versorgung mit grünem Strom für die Elektrolyse; Großbatteriespeicher unterstützen die Netzstabilität. Das Gelände verfügt zudem über eine Anbindung an das bestehende Erdgasnetz, das perspektivisch auch für den Transport von Wasserstoff genutzt werden könnte.

Auch für Investoren bietet das Projekt interessante Möglichkeiten. Neben der Beteiligung an der Projektentwicklung können Investoren Anteile an der neu zu gründenden Betreibergesellschaft erwerben. Sie finanzieren dabei gemeinsam mit den Projektpartnern die Entwicklung und den Bau der Wasserelektrolyse sowie die Anbindung an das Stahlwerk und sichern sich durch die fixe Abnahme von grünem Wasserstoff und Sauerstoff durch thyssenkrupp Steel stabile Cash Flows.